13.01.2007 - Keiner will sich mehr bei dieser Vertragspressung äußern
13.01.2007, Abendblatt
Tierschutzverein: Kostenstreit eskaliert
Fundtiere: Poggendorf veranschlagt 600 Euro monatlich für die Betreuung eines Hundes
Von Ulrich Gaßdorf
Der Streit zwischen dem Hamburger Tierschutzverein (HTV) und der Gesundheitsbehörde über die Kosten für die Betreuung von Fundtieren eskaliert: Jetzt präsentierte der HTV der Gesundheitsbehörde eine Auflistung über die durchschnittlichen täglichen Pflegekosten von Fundtieren - und fordert Erstattung. Die Liste liegt dem Abendblatt vor.
Politiker und der Bund der Steuerzahler (BdSt) übten scharfe Kritik: "Die Forderungen des HTV sind dreist.
Es kann nicht angehen, dass der HTV für die Betreuung eines Hundes rund 600 Euro im Monat veranschlagt und ein Arbeitslosengeld-II-Empfänger nur einen Regelsatz von 345 Euro monatlich erhält", sagte der BdSt-Hamburg-Vorsitzende Frank Neubauer (63).
----------------------------------------------------------------
Betreff: "Die Forderungen des HTV sind dreist"
Von: admin@leinenlos.net
Datum: Sa, 13.01.2007, 19:04
An: mail@steuerzahler-hamburg.de
Cc: ulrich.gassdorf@abendblatt.de
--------------------------------------------------------------------------
Sehr geehrter Herr Neubauer,
Sie haben vollkommen recht. Die Forderungen des HTV sind dreist!
Siehe:
Kostenvergleich Tierheime Hamburg - Berlin
Mit welchen Tricks Poggendorf & Friends es geschafft hat, die Zuschüsse der Stadt von 180.000 Euro auf über 1,5 Millionen Euro hochzuschrauben, lesen Sie hier:
Mit freundlichen Grüßen
Claus-Dieter Kraft
Hamburg
18.01.2007, Abendblatt
Tierschutzverein verhandelt wieder mit Gesundheitsbehörde
Von Ulrich Gaßdorf
Die Verhandlungen zwischen dem Hamburger Tierschutzverein (HTV) und der Gesundheitsbehörde über die Betreuung von Fundtieren wurden gestern wieder aufgenommen: "Es gibt ein neues Angebot von unserer Seite als auch einen Vorschlag vom HTV", bestätigte Hartmut Stienen, Sprecher der Gesundheitsbehörde, dem Abendblatt.
Allerdings wurde gestern noch keine Einigung erzielt. "Die Gespräche sind auf einem guten Weg, wir hoffen auf einen Vertragsabschluss Anfang kommender Woche", so Stienen.
Das sah vergangene Woche noch ganz anders aus:
Da hatte Wolfgang Poggendorf, Vorsitzender des HTV, der Stadt noch gedroht, vom 1. Februar an keine Fundtiere mehr aufzunehmen, und die Verhandlungen für vorerst gescheitert erklärt.
Grund: Der HTV forderte für die Unterbringung sowie Versorgung und Behandlung von Fund-, Verwahr- und Beobachtungstieren" für dieses Jahr rund 1,9 Millionen Euro.
Doch die Stadt wollte wie bisher rund 1,5 Millionen Euro im Jahr zahlen.
Wie hoch das neue Angebot der Stadt ist, wollte Behördensprecher Stienen nicht sagen.
Wolfgang Poggendorf wollte auf Anfrage des Abendblatts keine Stellungnahme zu den laufenden Verhandlungen abgeben.
Anmerkung von ig-hundefreunde:
Komisch, mit einmal will sich keiner mehr der Presse gegenüber äußern ??? Na dann warten wir doch mal gespannt auf das Ergebnis !
