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20.09.2007 - Profitorientiertes Unternehmen?

20.09.2007, MOPO

Weiterer Ärger für Wolfgang Poggendorf, Chef des Hamburger Tierschutzvereins:

Während die Staatsanwaltschaft weiter gegen ihn wegen des Verdachtes der Untreue ermittelt, soll nun das Finanzamt Nord mit einer Betriebsprüfung der Vereinsgeschäfte begonnen haben.

Außerdem wirft der Bund der Steuerzahler dem Tierschutzvereine massive Steuergeldverschwendung vor.

Das Finanzamt Nord ist in Hamburg für alle gemeinnützigen Vereine zuständig.

Stoßen die Beamten in den Büchern auf Unregelmäßigkeiten, kann sogar die Gemeinnützigkeit entzogen werden.

Ob der Hamburger Tierschutzverein noch ein gemeinnütziger Verein oder schon ein profitorientiertes Unternehmen ist, fragt sich auch Marcel Schweitzer vom Bund der Steuerzahler.

Den Wächtern ist besonders das "Pfotengeld" ein Dorn im Auge:

Pro Kampfhund, den der Verein in ein anderes Bundesland vermittelt, kassiert er 700 Euro von der Stadt.

"Das ist eine bundesweit einmalige Regelung", so Schweitzer.

Die Tiere würden etwa an Wachschutzunternehmen in Brandenburg vermittelt.

Schweitzer: "Das ist staatlich subventionierter Kampfhundehandel."

Hartmut Stienen von der Sozialbehörde kontert: "Das spart sogar Steuergeld, weil uns die Unterbringung der Hunde im Tierheim Süderstraße 15 Euro pro Tag kostet."