23.11.2007 - Anwalt Engelke organisiert Abwahlversuch Poggendorfs
23.11.2007, Abendblatt
Treffen Gegner von Poggendorf besprachen Strategie
Tierschutzverein: "Oppositionelle" wollen Vorstand abwählen
Von Ulrich Gaßdorf
Es haben sich rund 50 Menschen versammelt, die offenbar alle ein Ziel haben.
Und das formuliert Rechtsanwalt Friedrich Engelke (58) so: "Wir wollen einen Neuanfang beim Hamburger Tierschutzverein. Der ist aber nur möglich, wenn der Vorstand abgewählt wird."
Hauptthema: die außerordentliche Mitgliederversammlung, zu der der HTV für den 12. Januar 2008 ins CCH eingeladen hat.
Dann geht es in Tagesordnungspunkt 6 um die "Vorzeitige Neuwahl des Vorstands", und mit Spannung wird Punkt 6.3. erwartet. Darin heißt es: "Abstimmung darüber, ob eine vorzeitige Neuwahl stattfinden soll".
Doch ein Neuanfang beim HTV dürfte schwierig werden: "Wir müssen am 12. Januar die Mehrheit haben, ansonsten bleibt alles beim Alten", sagt Engelke und beschwört die Zuhörer: "Es müssen möglichst viele Mitglieder motiviert werden, zu dieser Versammlung zu kommen."
Aber alle wissen wohl, dass eine Mehrheit bei der Mitgliederversammlung nur schwer zu erreichen ist:
"Ich wollte vor Kurzem eintreten, um etwas zu verändern. Innerhalb von 24 Stunden hatte ich die Ablehnung", berichtet eine Hundefreundin.
Am Ende des Abends gibt es Hoffnung: Eine Arbeitsgruppe soll für den 18. Dezember um 19 Uhr eine weitere Versammlung der "Oppositionellen" organisieren. Diesmal in einem Hörsaal der Universität.
In Kürze wird die Vereinsregisterabteilung des Amtsgerichts Hamburg darüber entscheiden, ob es eine weitere außerordentliche Mitgliederversammlung auf Antrag von Engelke und zahlreichen weiteren HTV-Mitgliedern geben wird - womöglich vor dem 12. Januar.
"Nur so können wir den Punkt ,Abwahl des Gesamtvorstands' auf die Tagesordnung bringen", sagt Engelke.
