20.02.2008 - Tierschutzverein: "Kampfhunde" nicht mehr nach Brandenburg

20.08.2008, Abendblatt
Tierschutzverein: Kampfhunde nicht mehr nach Brandenburg

Der Hamburger Tierschutzverein (HTV) wird in Zukunft keine Kampfhunde mehr nach Brandenburg abgeben.

Das bestätigte HTV-Notvorstand Hauke Maschewski dem Abendblatt. Momentan leben 30 der als gefährlich geltenden Hunde im Tierheim Süderstraße.

Wie berichtet, hatte der HTV alleine in 2007 offenbar illegal 44 Kampfhunde an den Deutschen Wach- und Schutzhund-Service (DWSS) nach Blumberg in Brandenburg vermittelt.

Von dort aus wurden 42 der gefährlichen Tiere nach Angaben der zuständigen Gemeinde Ahrensfelde von DWSS an einen Tierarzt in der Slowakei abgegeben:

"Der Veterinär hat uns inzwischen an Eides statt versichert, dass die Hunde in slowakische Familien gegeben wurden. Allerdings haben wir nur in wenigen Fällen bislang die Adressen dieser Familien erhalten", sagte der Bürgermeister Wilfried Gehrke (CDU).

Für GAL-Tierschutzexperte Christian Maaß steht fest: "Es erscheint wenig plausibel, dass ausgerechnet slowakische Familien in Massen Hamburger Kampfhunde aufnehmen."

Unterdessen wird der DWSS heute Besuch von Vertretern der Gemeinde Ahrensfelde und des Landkreises Barnim bekommen, dabei geht es um "weitere Untersuchungen wegen der Aufnahme der Hamburger Hunde", so Bürgermeister Gehrke.
ug