11.12.2006 Hamburgs Hunden droht dir Abschiebung
Behörde will unregistrierte Tiere einziehen
Hundegesetz kommt.
Von Michael Pentzien
City – Behörden und Bezirksämter richten sich auf den Hundetag X ein. Auf sie kommt im neuen Jahr eine Antrags- und Bußgeldflut zu. Von den 38 000 in Hamburg gemeldeten Hunden hatten bis Freitag nur 11 618 Halter die Auflage des neuen Gesetzes (gilt ab 1. Januar 2007) erfüllt.
Die „Hundelobby“ rief aus Protest zur Last-Minute-Registrierung auf.
Das Tierheim Süderstraße hat bereits 100 „Knastplätze“ für Verweigerer-Hunde bereitgestellt.
Sollten mehr Tiere bei Kontrollen eingezogen werden, müssten sie andere Bundesländer abgeschoben werden. Tierheimchef Wolfgang Poggendorf appelliert an alle Besitzer: „Tun Sie das ihrem Hund bitte nicht an!“
Ab 1. Januar gilt: Jeder Hund muss gechippt, registriert und haftpflichtversichert sein. Inklusive Gebühren und Gehorsamkeitstest (zur Befreiung vom Leinenzwang) kostet das bis zu 268 Euro.
In den Bezirksämtern wird derzeit ein neuer Bußgeldkatalog erarbeitet. Er sieht bei Verstößen empfindliche Strafen bis hin zur Einziehung des Hundes vor.
„Es wird die Verhältnismäßigkeit beachten“, versichert Behördensprecher Hartmut Stienen. „Hundehalter haben laut Gesetz eine Mitwirkungspflicht. Wer sich nicht daran hält,schneidet sich ins eigene Fleisch.“
