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28.08.2008 - Richterin stellt sich beim HTV zur Wahl der Vorsitzenden

28.03.2008, Abendblatt
Richterin stellt sich zur Wahl

Von Ulrich Gaßdorf

Die Hamburger Verwaltungsrichterin Gabriele Waniorek-Goerke kandidiert für das Amt der Vorsitzenden des Hamburger Tierschutzvereins (HTV).

Das bestätigte Rechtsanwalt Friedrich Engelke dem Abendblatt. Die Entscheidung der Juristin fiel nach einer mehrstündigen Besprechung in der Kanzlei Engelkes.

Als Stellvertreter will sich der Steuerberater Manfred Graff zur Verfügung stellen. Als Beisitzer im Vorstand wollen sich unter anderen Professorin Helga Milz, Tierärztin Sabine Venthien und Hannes Neitzel, Betriebsleiter Tierheim Süderstraße, zur Wahl stellen.

Jurist Engelke hatte maßgeblich bei der Kandidatensuche mitgewirkt und sagte dem Abendblatt: "Die Kandidaten stehen für einen Neuanfang im HTV und wollen teamorientiert zusammenarbeiten. Diese Tierfreunde wollen die Transparenz und das Vertrauen in den Tierschutz wieder herstellen."

Wie berichtet, drohten die Vorstandswahlen, die Bewerbungsfrist läuft heute ab, bis zuletzt zu platzen. Zwar hatte Richterin Waniorek-Goerke bereits am 8. März bei einem Geheimtreffen ihre Bereitschaft erklärt, aber sich dann Bedenkzeit bis Donnerstagabend erbeten.

Grund: Eigentlich wollte sich Waniorek-Goerke für die Aufgabe als HTV-Vorsitzende von ihrem Amt als Richterin für ein Jahr bei vollen Bezügen freistellen lassen. Diesem Antrag stimmte das Personalamt der Stadt jedoch nicht zu.

Unterdessen kommt der HTV nicht zur Ruhe: Jetzt hat der Notvorstand den langjährigen Beratungsvertrag mit der Rechtsanwaltskanzlei von Harten gekündigt. Dieser wurde noch unter der Ägide des inzwischen als Vorsitzender zurückgetretenen Wolfgang Poggendorf geschlossen.

Die Kanzlei, allen voran Rechtsanwalt Hartmut Reclam, kümmerten sich jahrelang um nahezu alle rechtlichen Belange des mehr als 6200 Mitglieder zählenden Vereins. Jurist Reclam will die Kündigung nicht hinnehmen:

"Wir haben uns nichts vorzuwerfen und der Kündigung widersprochen", so Reclam. HTV-Notvorstand Hauke Maschewski wollte sich gestern nicht zu den Gründen für die Kündigung äußern.