Das Ergebnis

Die maximale Punktzahl von 5 Punkten wäre nur für ein hundgerechtes Auslaufgebiet zu vergeben, keine der getesteten Freilaufflächen hat diese Punktzahl erreicht.

In den überwiegend kleinen Arealen können sich die Hunde nicht ausreichend bewegen. Dafür kann Hund hier sein Geschäft verrichten, markieren und seinesgleichen beschnüffeln. Sollten die Hunde sich nicht sympathisch sein, aus dem Weg gehen können sie sich nicht. Stress für die Tiere oder Raufereien sind vorprogrammiert. Aufgrund der geringen Größe der Freilaufflächen erheben Hunde, die sich täglich dort aufhalten, schnell Revieransprüche und zeigen Territorialverhalten. Wer auf geeignetere Freilaufflächen ausweichen will, muss zeitlich sehr flexibel sein und im besten Fall Besitzer eines Autos.

In keinem der von Hundehaltern seit Jahrzehnten besuchten Parks und Grünanlagen wurde ein adäquater Auslauf für Hunde eingerichtet. Ausnahmen: Im Jenischpark und Niendorfer Gehege gibt es immerhin Hundewiesen. Im Volkspark wurden die Hundefreiläufe "ausgelagert", der Stadtpark bietet einzig eine kleine ungeeignete Freilauffläche für Hunde und auch an der Alster und den großflächigen Alsterwiesen hat man nur wenig Platz für Hunde übrig. In Eimsbüttel, Schanzenviertel, St. Pauli, Altona und Eppendorf wie auch in anderen Stadtteilen wurden winzig kleine Hundeauslaufflächen geschaffen – dem Bewegungsbedürfnis eines gesunden und aktiven Hundes kann man hier unmöglich gerecht werden.

Auch wenn die veraltete Grünflächenordnung den Leinenzwang vorschreibt, sollte bedacht werden, dass die Hamburger Parks in den ungemütlichen Monaten von Anfang Oktober bis Anfang Mai vornehmlich von Hundehaltern genutzt werden, abgesehen von Fahrradfahrern, Joggern und Wochenend-Spaziergängern. Interessenkonflikte in den Sommermonaten sind durch gegenseitige Rücksichtnahme ALLER vermeidbar.