08.01.2008 - Freiheit als die wahre Kraft einer Gesellschaft
08.01.2008, Abendblatt
2008 DER 21. NEUJAHRSEMPFANG DES HAMBURGER ABENDBLATTS IM ATLANTIC-HOTEL
"Die Zerbrechlichkeit der Freiheit ist die tiefste Lehre..."
Freiheit als die wahre Kraft einer Gesellschaft − das Lebensthema des Historikers Fritz Stern.
Und das Motto des Tages beim Abendblatt- Empfang. Die rund 900 Gäste im Atlantic-Hotel machten sich dazu ihre ganz eigenen Gedanken.
Hamburg - Das Hamburger Abendblatt feiert am 14. Oktober seinen 60. Geburtstag, und dafür gab es schon den ersten begeisterten Applaus von den rund 900 Gästen aus Politik, Wirtschaft Kultur, Kirche, Sport und den vielen treuen Abonnenten, die sich auf dem 21. Neujahrsempfang in den Festsälen des Atlantic-Hotels gut gestimmt begrüßten, umarmten, küssten, sich unverdrossen durch die Menge drängten und für einen stark ansteigenden Lärmpegel sorgten.
Man hatte sich ja so viel zu sagen − und das nutzten viele der Gäste für ein erstes Austauschen von Informationen und Plänen. Bürgermeister Ole von Beust (CDU) ist sicher, dass sich gemeinsam eine Menge schaffen lässt. Gemeinsam mit den Wählern. Natürlich seinen Wählern. Und SPD-Spitzenkandidat Michael Naumann will sich die Freiheit nehmen, diese Stadt gerecht zu regieren.
Auf diesem Empfang ist einfach alles möglich.
Das Stichwort Freiheit, das in all seinen Facetten zum beherrschenden Thema des Tages wurde, hatte Chefredakteur Menso Heyl in seiner mit viel Zustimmung bedachten Rede vorgegeben.
„Die Zerbrechlichkeit der Freiheit“, so zitierte er den vor den Nazis aus Deutschland geflohenen Historiker Fritz Stern, „ist die einfachste und tiefste Lehre aus meinem Leben und meiner Arbeit“.
Warnsignale für den schleichenden Verlust der Freiheit sahen, wie Heyl, viele.
Und das nicht nur in dem für diesen Vormittag ausnahmsweise und nur in den vom Abendblatt genutzten Räumen aufgehobenen Rauchverbot.
Claus Friede, Moderator „Lampenfieber“ von Hamburg 1, beklagte den Mangel an Mut, sich für die Bewahrung der über Generationen erkämpften Freiheit einzusetzen.
