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24.07.2008 - Glücksforschung

24.07.2008, Abendblatt
Wissenschaftler: Was Menschen wirklich glücklich macht
Was macht Menschen glücklich? Da denken viele an den Lottogewinn. Falsch gedacht ...

Berlin - Das ist ein Ergebnis des internationalen Psychologenkongresses in Berlin.

Wissenschaftler zogen dort eine Bilanz der "Wohlbefindensforschung", die in den 1980er-Jahren in den USA begann.

Forscher fanden in den vergangenen 25 Jahren heraus, dass jeder Mensch einen individuellen Sollwert, den sogenannten Set Point, als messbare Größe des Wohlbefindens hat. Dabei spielten Gene und Konstitution die größte Rolle.

Das subjektive Wohlbefinden lasse sich dennoch aus eigenem Antrieb verbessern. Wer lerne, Ziele zu verfolgen, die ihm am Herzen liegen, und sich positiven Aspekten des Lebens öffne, sei häufig zufriedener als vorher, sagen die Experten.

Glücklich machten zum Beispiel die Hilfe für andere und die Pflege sozialer Kontakte mit einem Gleichgewicht aus Geben und Nehmen. Glückliche Menschen leben nicht nur länger, sie sind auch kreativer und beruflich erfolgreicher.

Am unglücklichsten würden Menschen durch Arbeitslosigkeit oder den Tod eines Lebenspartners.

Eine weltweite Wohlfühl-Studie ergab, dass Dänen, Schweizer, Österreicher und Isländer am glücklichsten sind. Deutschland rangiert weiter hinten - auf gleicher Höhe mit Kolumbien und Panama.

dpa