leinenlos / Demo- gegen Autokraten / Gut und Böse / 16.11.2007 - Ergebnisse und Folgen autokratischer Führungskulturen



16.11.2007 - Ergebnisse und Folgen autokratischer Führungskulturen

16.11.2007, Claus-Dieter Kraft

Herrschen wollen, koste es, was es wolle.

Herrschen und beherrschen um jeden Preis.

Gewinnen müssen, Geltung erlangen, Hörigkeiten und Abhängigkeiten aufbauen, Wissen und Kompetenz vernichten, Machtkultur (Angstkultur) und Gewaltkultur (Hasskultur) entwickeln und leben.

Das sind Stichworte, die eine autokratische, d.h. diktatorische Führungskultur charakterisieren, sowohl auf der Führungsebene als auch auf der Geführten-, also auf der Folgerebene.

Führungsnaturen und -kompetenzen lassen sich als "Generals-Natur", "Offiziers-Natur" und Folgernaturen und Kompetenzen lassen sich bildhaft am besten mit "Soldaten-Natur" und "Hilfssoldaten-Natur" beschreiben.

Mir gefällt diese Armeebegrifflichkeit überhaupt nicht, treffen jedoch den Kern dieser menschlichen Charaktere am anschaulichsten.

Autokraten sind Trojaner. Trojaner sind von außen gesehen das Gegenteil von dem, wie sie im menschlichen Wesenskern sind. Sie wirken außen anders als sie innen sind.

Sie sind die Experten des Aufbaus und der Verbreitung von einleuchtenden Lug- und Trugbildern, die energetisch hoch intensive Wahnbilder sind, die häufig als Leitbilder ganze Gemeinschaften in die Irre führen und letzlich immer menschlich zerstörend wirken. Im großen Gesellschaften wie auch in kleinen Gemeinschaften.

Sie beherrschen psychologisch hoch wirksame Methoden der Manipulation, Suggestion und Illumination.

Autokraten sind korrupte Menschengestalten, die käuflich sind und andere Menschen kaufen, solange sie ihren Zwecken dienen. Tun sie es nicht mehr, kennen sie einen von der einen zur nächsten Sekunde nicht mehr.

Ihre psychischen Waffen sind Intrigen, Denunziation, Demütigung, Vergötterung, Herorisierung u.v.m..

Autokraten in ihren Milliarden unmenschlichen Varianten auf dieser Welt und ihren vielen Gesellschaftsformen verkörpern für mich das Böse und das Bösartige, das Quälerische und das Zerstörerische.

Sie denken in immateriellen oder materiellen Reichen und versuchen diese im Kleinen wie im Großen auszudehnen. Ihre Mittel sind Gewalt- und Machtausdehung in jeder Form.

Implizit eingebaut in diese Art von menschlichen Organismen ist, dass ein Gewinn keine Befriedigung erzeugt, sondern die Gier nach mehr Gewinn steigert, der gerade erreicht, wieder nach mehr Gewinn schreit.

Unersättliche Menschenwesen, niemals zu befriedigen. Das Ende ist vorhersehbar: Gesellschaftlicher oder physischer Tod von sich selbst oder/ und der Gesellschaften, die sie beherrscht haben.

Der nachfolgende Brief beschreibt alle Ergebnisse und Folgen autokratischer Führungsnaturen in menschlichen Gemeinschaften jeder Form sehr gut.

Dieser Brief, hier auszugsweise wiedergegeben, ist dem Buch "Die große Gier - Korruption, Kartelle, Lustreisen" von Hans Leyendecker entnommen. Er wurde aus guten Gründen anonym von VW-Mitarbeitern geschrieben und an ein Aufsichtsratsmitglied gerichtet. Chef von VW war damals Ferdinand Piëch, der heute im VW-Aufsichtsrat sein Unwesen treibt.

Briefauszug:

"Sehr geehrter Herr Liesen, dieses Unternehmen wird von einem Mann mit psychopathischen Zügen geführt.

Alle kreativen und selbstständig arbeitenden Führungskräfte werden entweder von ihren Positionen entfernt, begeben sich in die innere Emigration oder kündigen.

Herr Piëch sammelt eine Gruppe von Ja-Sagern um sich und glaubt, damit ein Weltunternehmen führen zu können.

Auch ehemals befreundete Unternehmen wie Ford und Toyota werden zunehmend von Herrn Piëch vor den Kopf gestoßen, von General Motors ganz zu schweigen.

Eine Firma, für die keine guten Manager mehr arbeiten wollen, bringt sich in eine große Gefahr für die Zukunft. Das gleiche gilt für Firmen, die keine Kooperationspartner mehr finden.

Die größte Gefahr geht von der Passivität der Führungsmannschaft aus, die naturgemäß nur noch an Posten-Sicherung und Durchhalten bis zur Nach-Piëch-Ära denkt.

Wir sehen die Notwendigkeit von Veränderung und Erneuerung und wollen diese auch aktiv unterstützen.

Dieses lässt aber das Piëch-Regime nicht zu, es ist auf stumpfes Gehorchen ausgerichtet und nicht auf kreative Erneuerung durch eine mitdenkende Führungsmannschaft....

Machen Sie Herrn Piëch klar, dass ein Weltkonzern nicht wie ein Rittergut mit Leibeigenen zu führen ist."

Piëch bot Liesen an, mit jedem Manager reden zu können, nit dem er reden wolle. Niemand bestätigte die Vorwürfe der anonymen Briefschreiber. Piëchs Macht blieb unangetastet.

Herr Piëch ist kein Psychopath, sondern ein autoritärer Autokrat. Ein Autokrat ist ein kerngesunder Mensch und kein Fall für die Psychatrie.

Totalitärer Gehorsam, Ausrottung von selbst-denkenden und kreativen Menschen, Unterdrückung jeden Wiederspruchs, schüren von Hass und erzeugen eines Klimas existenzieller Angst, Vernichtung von Wissen und Kompetenz.

Ob in der Wirtschaft, in der Politik, in Verbands- oder Vereinswesen oder in einer Zweierbeziehung oder Familie: Autokratisches Verhalten ist Gewalt- und Machtverhalten und steht direkt im Widerspruch zu Wissen- und Kompetenzverhalten.

Die Wortschöpfungen, die Wirklichkeiten der Führung beschreiben sind

- Führungsgewalt (böser Wesenskern)
- Führungsmacht (bösartiger Wesenskern)
- Führungskraft (gutartiger Wesenskern)
- Führungskompetenz (guter Wesenskern)

Sie sind die vier grundlegenden Formen der Führung von menschlichen Gemeinschaften.

Die anonymen VW-Briefschreiber beschreiben, dass die sehr guten Manager bei VW kündigen oder Positionssicherung betreiben.

Ich bin absolut sicher, dass auch die sehr guten Mitarbeiter gekündigt haben und die guten Mitarbeiter in die innere Kündigung gegangen sind.

Es ist kein Wunder, dass VW-Aufsichtsrat Liesen jeden Manager im Unternehmen fragen konnte, ob die Vorwürfe der Briefschreiber gegen den höchsten Chef von VW gerechtfertigt sind:

"General" Piëch weiß, dass er alle für ihn gefährlichen Führungs- und Fachkräfte bereits ausgerottet hat.

Das ist nämlich die erste und oberste Aufgabe eines Autokraten, wenn er in eine Führungsposition kommt, gleich auf welcher Führungsebene er seine Arbeit beginnt. Vernichtung von Wissen und Kompetenz, erzeugen von Intransparenz und jeder Verbindlichkeit, Unkontrollierbakeit!

Diese autokratischen Gesellschaftkulturen haben weitere charakteristische Wesenszüge. Sie weisen in der Regel korupte Strukturen auf, sind zutiefst frauenfeindlich und haben sehr häufig Kontakte zu käuflichem SexdienstleisterInnen, die für Geld sklavisches Sexverhalten verkaufen.

Wir finden diese Verbindungen zu käuflichem Sex bei chinesischen korrupten Funktionären zu ihren Konkubinen genauso wie bei korrupten VW-Betriebsräten wie bei korrupten Geschäftsführern kleiner und kleinster Unternehmen und TV-ModeratorInnen.

Korrupt sein, heißt käuflich zu sein, korrupt sein heißt ausschließlich dem Eigennutz zu dienen.

"Ich" ist die Lebenseinstellung gegenüber der Lebenseinstellung des "Wir".

"Alles ist käuflich, jeder hat seinen Preis, ist nur eine Frage, wie hoch dieser Preis ist.

Käuflicher Sex, käufliche Positionen, käuflicher Wähler, käuflicher Politiker, käuflicher Beamter, käufliches Image usw..

Fette Erhöhung der Diäten, satte Absicherung fürs Alter, Schein-Proteste der Schein-Opposition, gleichzeitig ein bisschen Brosamen fürs Volk, damit es keinen Bürgerkrieg gibt: alles dient dem Eigenutz und nicht dem Gemeinnutz, der die zentrale Aufgabe einer demokratischen Politiker-Klasse zum Auftrag gegeben ist.

In vielen Fällen im Leben hochrangier Führungsverantwortlicher ist es leider so, dass das, was ihnen selbst nützt, nicht das ist, was der Gesellschaft im Ganzen von Nutzen ist.

Jedenfalls nicht mittel- oder langfristig. Deswegen ist jedes autokratische Führungsverhalten gesellschaftsschädlich.

Nicht von ungefähr werden zur Beschreibung von Autokraten Begriffe aus dem Mittelalter benutzt: Führung nach "Gutsherrenart" oder wie es in dem Brief heißt: "Ein Weltkonzern ist kein Rttergut mit Leibeigenen".

Für Autokraten ist Freude am Leben ein Leben im ständigen Kampf und Krieg. Das war im Mittelalter die vorherrschende Lebenseinstellung und ist sie heute bei Autokraten immer noch! Lust an Qual und Zerstörung, Ausnutzung, Sklaventum, Leibeigenschaft.

Demgegenüber gibt es heute jedoch genügend Menschen mit der Lebenseinstellung, die für das Gegenteil kämpfen, nämlich für Wissen und Kompetenz, für Wachstum und Entwicklung.

Trotzdem sind die autokratischen Kampf- und Kriegsfanatiker immer noch rein zahlenmäßig auf dieser Erde in der Überzahl.

Demokratien sind nach wie vor die nicht vorherrschende Gesellschaftsform.

Autokraten sind Feinde und Gegner demokratischer Lebensformen.

Wir müssen lernen, überall dort, wo wir leben, Autokraten als Gegner und Feinde zu begreifen, die wir aus unserem konkreten Lebensraum vertreiben müssen. Jeder dort, wo er lebt.

Korruption ist die Ausgeburt autokratischer Lebensformen und Korruption ist nicht nur im Ausland, sondern im Inland zu bekämpfen.

Korruption verhindert das gesunde Wachstum demokratischer Lebensformen.

Autokratische Kulturen in Gesellschaften mit freiheitlich demokratischen Grundordnungen sind als staatsfeindlich und gesellschaftszerstörend einzustufen, auch wenn sie in Organisationen wirken, die einen demokratischen Tarnmantel anhaben oder mal demokratisch gewirkt haben.

Immer dran denken: Unter autokratischer Führung verlassen die sehr guten Führungsnaturen und Arbeitskräfte die Gesellschaft und die guten Führungs- und Arbeitskräfte gehen in die Emigration. Das Unternehmen, die Partei, der Verband, die Behörde, der Verein leidet dann am schwarzen Gesellschaftskrebs.

Die autokratische Gesellschaft stirbt verhältnismäßig schnell oder wird einfach von anderen Gesellschaften übernommen.

Das war und ist immer das Schicksal autokratischer Lebensformen!

Was willst du? Tu was!

Enttarnten Autokraten jeder Art sollte sofort das Vermögen entzogen und sofort auf Hartz IV gesetzt werden, da sind mein Freund Rudi und ich uns einig!