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11.08.2008 - Dr. Schrader an Rechtsanwalt Reclam

Sehr geehrter Herr Reclam,
Rechtsanwälte Von Harten
Per e-mail
6.7.08

Sehr geehrter Herr Reclam,

in der Annahme dass Sie bzw. Ihre Kanzlei Herrn Wolfgang Poggendorf vertreten, wende ich mich an Sie. Die AG ist auf der Suche nach Details, die die verfassungswidrige Hundegesetzgebung in Hamburg, d.h. im Besonderen die Beschlagnahme von so genannten Listenhunden möglich gemacht hat.

Herr Poggendorf bereitet sich gewissermaßen auf sein letztes Gefecht vor, und wir denken, dass sein persönlicher GAU noch eines weiteren SUPER-GAUS bedarf, der seine politische Konnektion betrifft. Wir haben Kenntnis davon, dass die Kampagne gegen ihren Mandanten von Kräften in Szene gesetzt wurde, deren Adresse am Rathausmarkt zu finden ist. Alles in allem eine finstere Geschichte, die an das Licht der Öffentlichkeit gezogen werden muss.

Ich würde gerne persönlich mit Ihrem Mandanten sprechen und von ihm erfahren, was sich in puncto Hundgesetzgebung und der Beteiligung des HTV seit dem Jahr 2001 ergeben hat. Herr Poggendorf verfügt mit Sicherheit über Kenntnisse, die – wenn sie geschickt veröffentlicht werden, für eine gewisse Entlastung seiner Person in der Öffentlichkeit sorgen – abgesehen davon, dass die Rechte an seinen Darstellungen „nicht so ganz ohne“ sein dürften.

Die Veröffentlichung soll von einem bekannten „Enthüllungs“-Jounalisten vorgenommen werden. Nach unseren Einsichten, müssten Details schon vor dem Prozess „durchsickern“ um für eine angefeuerte Stimmung zu sorgen.

Da ich zu Herrn Poggendorf kein zerrüttetes Verhältnis habe, er und seine Frau ob der öffentlichen Kampagne mir auch leid tun, bin ich bestrebt, zusammen mit ihm dieser ganzen Affäre „die Krone aufzusetzen“, indem die verantwortlichen politischen Kräfte für die verfassungswidrigen Vorgänge in den Orkus gerissen werden. Ansonsten bleibt zu befürchten dass Herr Poggendorf die weiteren Tage seines Lebens in der Dunkelheit öffentlicher Schmähung verbringen wird. Daran haben wir jedoch kein Interesse.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk Schrader