12.07.2008 - BILD.de: Neue Berliner Statistik: Dackel bissiger als Pitbulls
Dackel bissiger als Pitbulls!
Die neue Berliner Beiss-Statistik. 2007 registrierte der Gesundheits-Senat 859 Vorfälle – im Jahr zuvor waren es noch 839 Angriffe
Von HILDBURG BRUNS
Schlimme Hunde-Attacken in Niedersachsen – aber auch in Berlin ist die Hundebiss-Statistik alarmierend: 859 Vorfälle wurden 2007 registriert – im Jahr davor waren es noch 839.
• 66-mal verletzten Kampfhunde Menschen – oder sprangen sie gefahrdrohend an. Noch öfter gingen sie Artgenossen ans Fell: 68 Vorfälle.
• Dackel griffen häufiger Menschen an als Pitbulls: Die niedlich aussehenden Jagdhunde bissen 23-mal zu – die Kampfhunde 15-mal.
• Deutsche Schäferhunde sind die gefährlichste Rasse: 148-mal griffen sie an (2006: 122). Sie sind allerdings auch relativ häufig: 20 900 werden in Berlin gehalten, schätzen Wissenschaftler der Freien Universität – zehn Prozent aller Berliner Hunde.
Offiziell bei den Finanzämtern gemeldet sind allerdings nur 108 509 Hauptstadt-Hunde.
Auf 1000 Berliner kommen 32 Vierbeiner. Die höchste Dichte herrscht in Reinickendorf: 47 auf 1000 Bewohner.
Vor zehn Jahren gab es noch doppelt so viele Beiß-Vorfälle (1999: 1797).
Seit 2004 gilt in Berlin für zehn Kampfhund-Rassen Maulkorb- und Leinenzwang, für die übrigen nur in Bahnen und Bussen.
Ab 2010 neu: Versicherungs-Pflicht und Mikrochip-Pflicht auch für ältere Hunde (vor 2005 angeschafft).
