25.09.2008 - Strafanzeige gegen Chefredakteur
25.09.2008, IG-Hundefreunde.de
Anzeige gegen Chefredakteur
Von: Peter Löwisch [mailto:hunde@medien-loewisch.de]
Betreff: Anzeige gegen Chefredakteur Aktuelle Presserat
Es wäre schön, wenn dieser oder jener von Euch auch an den Presserat und ev. auch die Staatsanwaltschaft München Schreiben würdet. Strafanzeige wegen Verstoß gegen §§ 130 und 130a StGB. Der Text dieses Schmierenschreibers ist in der Tat "lesenswert". Url
http://www.aktuelle.de/aktuelle/content/aktuelle_editorial.php?zid=5553
Grüße Peter
Peter – Christian Löwisch
Eintrachtstr.72-78 Journalist (dju-ver.di) D 50668 Köln Tel.: 0221/133782 Mobil: 0172/4579183 Email: info@medien-loewisch.de Web 1: www.medien-loewisch.de Web 2: www.weiterbilden.homepage.t-online.de Deutscher Presserat Gerhard-von-Are-Str. 8 53111 Bonn
Köln, den 25.09.2008
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
ich bitte darum, dass sich der Presserat mit dem Chefredakteur von „die aktuelle“ befasst, der im Editorial der Ausgabe vom 20.09.2008 folgendes geschrieben hat:
Originaltext:
Warum? Unser Staat erlaubt, was Leben zerstört Die süße Georgina ist 2. Ein Mädchen, das mit großen Kulleraugen neugierig ins Leben sah, als es noch mit den anderen Kindern atemlos über den Spielplatz tobte. Seine kleinen Freundinnen sitzen jetzt in der Sonne, plantschen im Wasser. Bald wird die Zeit kommen, in der ihre Mamas stolz den Mädchen Zöpfe flechten, bunte Klämmerchen ins Haar stecken. Und die Kleinen sich selbst das Barbie-Krönchen aufsetzen. Prinzessinnenzeit in einem Kinderleben. Was ist dann mit Georgina? Ihr Gesichtchen, ihr zarter Körper, ist von Bisswunden gezeichnet. Sie liegt im Klinikum Oldenburg im künstlichen Koma. Sechs Operationen hat die Kleine hinter sich. Zwei Kampfhunde haben sie angefallen, am 26. Juni schon. Wieder einmal so ein Fall! Ich verstehe das nicht, es will in meinen Kopf nicht rein: Warum darf in unserem Land irgend so ein Perverser überhaupt einen gefährlichen Pitbull- Terrier halten? Für was braucht man einen Kampfhund? Warum erlaubt es der Staat, dass man sich das Recht herausnimmt, solche Hunde überhaupt zu züchten, die Menschen anfallen, Leben zerstören? Es wird viel gelabert, verordnet, aber nichts getan. Wer den ersten Kampfhund auf offener Straße erschießt, hat mein vollstes Verständnis. Aber dann soll man, bitte nicht, über Selbstjustiz jammern. Wer nichts tut, nur klug daherredet, fordert so etwas heraus. Tut mir leid.
Ihr Tonio Montel Chefredakteur (rot und Unterstreichung von mir)
Quelle: http://www.aktuelle.de/aktuelle/content/aktuelle_editorial.php?zid=5553
Zum einen benutzt er das Wort „Kampfhund“, ein Wort, dass weder in einem Gesetz zu finden ist noch ist es auch nur im mindesten ein Wort, welches im kynologischen Bereich vertretbar ist. Näheres hierzu bin ich gerne bereit auf Wunsch zu erläutern.
Was aber viel schlimmer ist, dass der Chefredakteur Montel praktisch zu einer Straftat aufruft und dazu dann auch noch Beifall klatschen will. Eine derartige Schreibe ist nicht nur eines Journalisten unwürdig, es ist eine Brutalisierung in der Diktion. Dabei braucht man sich dann nicht zu wundern, wenn Leute tatsächlich eine Waffe in die Hand nehmen und damit Hunde (warum nicht auch dann missliebige Menschen) töten. Dies ist de facto der Aufruf zur Selbstjustiz. Er verstößt damit eklatant gegen den Pressekodex.
Was Medienhetze gegen die „so genannten Kampfhunde“ bewirkt hat, ist ja in den Jahren 2000 ff. zu sehen gewesen. Die Angriffe zu der damaligen Zeit gegen Hundehalter insgesamt waren kaum zu ertragen.
Ein Strafantrag bei der Staatsanwaltschaft nach §§ 130/130a StGB von empörten Lesern ist bereits gestellt worden .
Ich bitte daher um Maßregelung des Chefredakteurs und um eine Entschuldigung für eine derartige Entgleisung und die Zurücknahme des Aufrufs zur Selbstjustiz.
Peter-Chr. Löwisch
