Tierheim Westerwohld erfolgreich umgezogen

06.11.2006, Abendblatt
Einweihung 500 000 Euro hat das neue Heim gekostet

Rund 800 Tiere ziehen jedes Jahr ein und aus

16 ehrenamtliche Helfer sind auf dem etwa 4000 Quadratmeter großen Gelände an der A 7 tätig.

Von Michael Schick

Henstedt-Ulzburg - Die Fundtiere haben ein neues Zuhause: Gestern wurde das neue Tierheim in Henstedt-Ulzburg eingeweiht.

Viele Bürger sahen sich die Hunde- und Katzenboxen sowie die Kleintierstation an, stärkten sich mit Kaffee und Kuchen und zogen Lose für die Tombola, deren Erlös den Tieren zugute kommen soll.

Im Heim am Kirchweg werden alle Tiere aus dem westlichen Teil des Kreises Segeberg aufgenommen.

Zurzeit betreuen die 16 ehrenamtlichen Helfer des Tierschutzvereins Westerwohld, der die Einrichtung betreibt, 40 Katzen, sieben Hunde und sechs Kleintiere wie Hamster und Wellensittiche.

Rund 800 Tiere ziehen jedes Jahr ein und wieder aus, wenn sie neue Besitzer gefunden haben. "Die jetzige Lage nicht weit von der A 7 ist hervorragend für uns", sagte Oliver Schwarz, Vorsitzender des Tierschutzvereins. Er dankte den Städten und Gemeinden, dass sie den Neubau bezahlt haben.

500 000 Euro hat der insgesamt 4000 Quadratmeter große Komplex mit einer Innenfläche von 400 Quadratmetern gekostet. Die Kommunen haben sich im vorigen Jahr zum Zweckverband Fundtiere Segeberg West zusammengeschlossen, um das Projekt angehen zu können.

Der Neubau war nötig, weil der Besitzer der alten Räume an der Straße Westerwohld den Vertrag im Jahr 2001 gekündigt hatte.

"Eigentlich wollte der Verein das neue Haus erst selbst bauen, aber das war aus finanziellen und rechtlichen Gründen nicht möglich", sagte Volker Dornquast, Bürgermeister von Henstedt-Ulzburg und Vorsitzender des Zweckverbandes.

Im Gegenzug werden die Städte und Gemeinden finanziell entlastet, weil der Verein das Personal stellt. Dadurch, so rechnete Schwarz vor, sparen die Kommunen rund 200 000 Euro pro Jahr.

Er dankte seinen Mitarbeitern für ihren Einsatz nach Feierabend und am Wochenende und forderte: "Eigentlich müsste jeder Tierbesitzer Mitglied des Tierschutzvereins sein, denn wir springen ein, wenn Hunde und Katzen nicht betreut werden können, weglaufen und gefunden werden."

Leider gehe das Spendenaufkommen zurück. Das sei problematisch, da die Zahl der verwilderten Hauskatzen, die kastriert werden müssen, ständig steige.

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