Was haben wir getan?

21.11.2006, e-mail an leinenlos.org:
Betreff: Registrierung / Hundeführerschein

Hallo, liebe Leute von leinenlos,

mich ärgert das Thema Hundeführerschein maßlos, zumal ich von verschiedenen Hundebesitzern aus meinem Viertel inzwischen so unterschiedliche Informationen bekomme, was die sogenannten Hundetrainer abprüfen.

Ich habe im Oktober im PHSV Norderstedt mit meinem Hund die Begleithundprüfung nach VDH-Maßstäben abgelegt, was laut Info-Blatt der Stadt HH für den Hundeführerschein anerkannt wird.

Jetzt ärgert mich diese Geldabzocke aber ziemlich und ich hätte
große Lust, meinen Hund, für den ich übrigens Steuern zahle(!) - er ist also registriert - nicht nochmal extra für diese Leinenbefreiung registrieren zu lassen.

Was passiert mir in diesem Fall? Gibt es schon irgendwie und irgendwo und von irgendwem eine Klage, der ich mich anschließen könnte?

Vielleicht habt ihr Tipps für mich, wie ich mich am besten verhalten könnte, wenn ich es denn wollte? Ist es sinnvoll, es drauf ankommen zu lassen?

Liebe Grüße
MCB

Ja, liebe MC,

du kannst dich irgendwie, bei irgendjemanden, irgendwo anschließen, nämlich der Klägergemeinschaft.

Es gibt hier in Hamburg eine Klägergemeinschaft, die auch wir unterstützen.

Die Klagen vor unseren Gerichten sind die einzige, jetzt noch verbleibende legale Möglichkeit gegen das, was du zu Recht als Geldabzocke bezeichnest (z.B. pro Familienmitglied, welches den Hund führt, einen Hundeführerschein machen zu müssen!), entgegenzutreten.

Das Hamburger Hundegesetz 2006 verstößt gegen den klugen Sachverstand unserer Wissenschadftler und Hundeexperten und gegen den gesunden Menschenverstand nicht nur der "Bürger mit Hund", folgt nicht dem Bundestierschutzgesetz für artgerechte Hundehaltung und nicht der gängigen Rechtsprechung.

Es verletzt Persönlichkeitsrechte der Menschen, fördert Denunziation und Pöbeleien gegen die Besitzer der sozialverträglichsten Lebewesen dieser Erde.

Es ist unter Auschluss der gesellschaftlich relevanten Gruppen wie Vereinen, Kammern, Universitäten, Initiativen und der betroffenen Bürger in einer seltsam anmutenden Einigkeit der Menschen entstanden, die die renommierten Namen der demokratischen Parteien CDU, SPD und GAL dazu missbraucht haben, ihre ganz persönliche, private Vorstellung über den Umgang mit Hunden in Hamburg in einem Gesetz zum Besten zu geben.

Du hast dieses Unrechtsgesetz zu befolgen und musst, wenn du es nicht tust, mit allen rechtlichen und finanziellen Konsequenzen zu rechnen.

Auch, wenn diese Menschen "im Politiker-Tarnmantel" ihre Vertrauenspositionen missbrauchen!

Ich habe diesen, aus meiner systemtheoretischen Sicht, undemokratischen politischen Willensbildungsprozess mit einer über 800-seitigen Studie Tag für Tag seit 2005 dokumentiert.

Ein entsprechenden Brief zu dieser Studie habe ich dem Landesamt für Verfassungsschutz und der Staatsanwaltschaft Hamburg per Rückschein, heißt: mit Empfangsbestätigung seitens dieser Staatsorgane, geschickt.

Wenn du ihn lesen willst:

Offener Brief

Das Hamburger Hundegesetz wurde zum Schein in der Öffentlichkeit den Hamburger Bürgern als wirksame Maßnahme gegen Hundeunfälle verkauft.

Alle wissen, dass wir eher ein Vollzugdefizit gegen gefährliche Hundebesitzer haben!

Wie unwirksam dieses Hundegesetze sind, beweisen uns die Erfahrungen in Berlin und NRW:

Vollzugsdefizit NRW und Berlin

Das Hundegesetz 2006 verschlingt nur jedes Jahr Millionen der Gelder, die du in Form von Steuern vertrauensvoll der Stadt Hamburg gibst, damit diese dein Geld verantwortungsvoll und vor allem wirksam für eine Verbesserung der Lebensumstände aller Menschen dieser Stadt einsetzt.

Du denkst an Hundeführerschein und Registrierung! Aber das ist nicht alles. Lies noch mal nach unter:

Für "Bürger mit Hund" verboten

Wenn eine Gesellschaft den beschlossenen Gesetzen nicht mehr folgt, ist das der Beginn einer Anarchie, die sich keiner ernsthaft wünschen darf!

Auch nicht, wenn Anarchie von Politikern durch Unrechtsgesetze eingeleitet wird!

Uns bleibt nur noch der rechtsstaatliche Weg des Klagens.

Das Geld für die Verfassungsklage hat die Klägergemeinschaft zusammen.

Jetzt sammeln wir Geld für die Klagen vor dem Hamburger Verwaltungsgericht.

Wäre toll, wenn du dich beteiligen würdest.

LG
Claus

Hier kannst du dich ausführlich informieren:

Klägergemeinschaft

Hier kannst du etwas gegen das vermutete Unrecht tun:

Klagen

Foto: Schulterblatt, Schanze
Frauchen ist bei Penny zum Einkaufen

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