30.01.2008 - Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Leiterin

30.01.2008, Abendblatt
Dienstaufsichtsbeschwerde

Tierheimskandal Thomas Schalski-Seehann legt nach Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Leiterin

STADE - Der FDP-Politiker Thomas Schalski-Seehann, der als FDP-Kandidat für den Landtag bei der Wahl am Sonntag scheiterte, legt jetzt Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Tierheimleiterin Heidi Henze bei der Stadt Stade ein.

Während die Stadt "mit Nachdruck recherchiert, was an den gegen Frau Henze vorgebrachten Vorwürfen dran ist", so der Erste Stadtrat Dirk Kraska, hatte Heidi Henze inzwischen öffentlich schwere Vorwürfe gegen die Buxtehuder Tierschützerin Ingrid Hampe erhoben.

Wie berichtet, werfen Schalski-Seehann und Hampe der Tierheimleiterin vor, Hunde ihres eigenen Vereins im Tierheim für eine weitaus höhere Vermittlungsgebühr abzugeben, als dies für Tierheim-Hunde üblich sei.

Außerdem soll sie eigene Hunde bevorzugt vermitteln.

Jetzt konterte Heidi Henze, dass Ingrid Hampe seit Jahren versuche, das Tierheim unter ihre Obhut zu bekommen.

Um ihr Ziel zu erreichen, habe Hampe mit Hilfe eines Politikers im Wahlkampf eine Kampagne gegen sie losgetreten.

Das Heim ist in der Trägerschaft der Stadt. Heidi Henze ist bei der Stadt Stade angestellt. Dort hieß es, Frau Henze sei krank geschrieben und könne derzeit nicht zu den Vorwürfen befragt werden. Erst danach könne es ein abschließendes Ergebnis geben.

Schalski-Seehann: "Es ist unerträglich, wenn im Wahlkampf eine städtische Angestellte öffentlich darüber sinniert, warum ein Landtagskandidat berechtigte Vorwürfe öffentlich macht. Das ist ein Eingreifen in den Wahlkampf."

Damit habe sie gegen das "Zurückhaltungsgebot von städtischen Angestellten verstoßen", so der FDP-Mann.
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