16.03.2008 - Gleicher Wahlmodus wie zu Poggendorfs Zeiten

16.03.2008, Frau Dobbertin, Quelle IG-Hundefreunde
An den Notvorstand
Süderstrasse 399
Hamburg

Betreff: Vorstandswahlen im Hamburg Tierschutzverein

Sehr geehrter Herr Kourim und sehr geehrter Herr Maschewski,

ich bestätige dankend den Eingang Ihres Rundschreiben vom 13.März 2008, in dem alle Modalitäten für die kommende Wahl erklärt werden.

Nehmen Sie es mir bitte nicht übel, wenn ich Ihnen sage, dass ich über diese Modalitäten nicht nur verwundert, sondern entsetzt bin.

Sie haben die Wahlmodalitäten genauso gewählt, wie Herr Poggendorf sie schon vor Zeiten festgelegt hat.

Mit diesen Wahlmodalitäten werden den alten Poggendorf-Freunden für die Wahl Tür und Tor geöffnet und die aufrichtigen und ehrlichen Tierfreunde, die seit Jahren gegen Poggendorf kämpfen werden nicht zugelassen.

Seit Jahren hat Poggendorf dafür gesorgt, dass keine seiner Kritiker im HTV Mitglied geblieben ist oder Mitglied werden durfte.

Poggendorf hat also, weit vorausschauend, dafür gesorgt, dass die ehrlichen und aufrechten Tierschützer, die heute gerne im HTV mitarbeiten würden, von Ihnen gar nicht erst als Kandidaten aufgenommen werden, weil sie von Herrn Poggendorf seinerzeit aufgestellten Bedingungen nicht erfüllen.

Wollen Sie, meine sehr geehrten Herren vom Notstand wirklich nach den Vorschriften arbeiten, die Poggendorf schon vorausschauend erlassen hat um seine Kritiker aus dem Verein zu entfernen oder gar nicht erst zuzulassen??

Herr Rechtsanwalt Engelke hat um sich einen Kreis von echten Tierschützer versammelt mit dem Namen „Initiative rettet den Tierschutz“.

In dieser Gruppe sind wirklich echte und arbeitswillige Tierschützer zusammen gekommen. Aber viele von diesen Tierschützern werden den Bestimmungen, die Poggendorf vorausschauend schon erlassen hat nicht entsprechen.

Wollen Sie das zulassen, sehr geehrte Herr Kourim und Malschwski?

Es dürfte für die neuen Bewerber schon ziemlich schwer sein, innerhalb von 2 Wochen 10 Unterschriften einzuholen. Dafür müsste den Kandidaten mindestens 1 Monat zur Verfügung gestellt werden.

Was werden Sie tun, wenn die neuen Kandidaten, die im HTV ehrlich und aufrichtig mitarbeiten wollen, diese Bedingung, die noch von Herr Poggendorf aufgestellt worden sind, nicht erfüllen können?

Bitte meine Herren, ändern Sie diese Wahlbedingen. Sie laufen sonst Gefahr, dass sich die alten Kumpane von Herr Poggendorf wieder zusammenschließen. Wie wollen Sie das verhindern?

Darf ich Ihnen einen Vorschlag machen?

Lassen Sie alle Mitglieder entscheiden, wer sich bewerben darf, indem Sie alle Bewerber den Mitgliedern persönlich vorstellen.

Papier ist geduldig und was die Bewerber unter denen bestimmt einige alte Poggendorf-Freunde sind, auf Ihre Bewerbung schreiben das können Sie nicht kontrollieren.

Überlassen Sie bitte den Mitgliedern die Auswahl, wer sich bewerben darf, auch wenn er die Poggendorf-Bedingungen nicht erfüllt.

In einem Zeitungsartikel im HAMBURGER Abendblatt vom 13.März 2008 steht, dass der Deutsche Tierschutzbund am 12.April 2008 den Mitgliedern die Bewerber vorstellen will. Das halte ich für eine sehr gute Idee und gerechte Sache. Aber Sie erwähnen diese Sache in Ihrem Rundschreiben nicht.

Um der Gerechtigkeit willen sollten Sie allen Bewerbern die Möglichkeit geben gewählt zu werden. Und das müssten alle Mitglieder entscheiden wie es der Deutsche Tierschutzbund vorgeschlagen hat.

Jetzt sind Sie der Vorstand, meine sehr geehrten Herren und machen Sie also von Ihrem Amt Gebrauch und fügen Sie sich nicht dem, was Poggendorf bestimmt hat.

Seine Handschrift ist unverkennbar und lässt seine ehemalige Macht heute noch spielen. Auf diese Weise wird beim HTV keine gerechte anständige und ehrliche Tierschutzarbeit Einzug halten.

Ich bitte Sie noch einmal von ganzem Herzen: Ändern Sie die Wahlmodalitäten und lassen Sie alle Mitglieder schon bei der Wahl der Bewerber mit abstimmen.

Vielen Dank !

Mit vorzüglicher Hochachtung
Hildegard Dobbertin

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