31.03.2008, BILD
Stürzt Formel-1-Boss Mosley über das perverse Video?
Jüdische Organisationen fordern seinen Rücktritt
Von PHILIPP HEDEMANN, GEORG NOLTE und FRANK SCHNEIDER
Ein Sex-Video schockt die Motorsportwelt. Die größte englische Sonntagszeitung „News of the World“ berichtet über ein Video, auf dem angeblich der höchste Formel-1-Funktionär Max Mosley (67) zu sehen ist.
Dieses fünfstündige Video ist einfach nur abartig! Darauf ist zu sehen, wie ein grauhaariger Mann im Londoner Stadtteil Chelsea in ein Appartement geht.
Er soll umgerechnet 3150 Euro für die Prostituierten bezahlt haben, die Nazi-Uniformen trugen oder wie KZ-Häftlinge gekleidet waren. Angeblich geschah alles am vergangenen Freitag.
„Das ist krank und verkommen. Ein Unding für jeden in so einer mächtigen und einflussreichen Position. Ich bin absolut entsetzt“, schimpft Karen Pollock, Geschäftsführerin des „Holocaust Education Trust“ (eine britische Wohltätigkeitsorganisation, die über den Holocaust aufklärt) in der englischen „Times“.
Genauso hart urteilt Stephen Smith (Direktor des Holocaust-Zentrums): „So wie Mr. Mosley den Rassismus im Motorsport verurteilt hat, sollte er nach den Maßstäben leben, die er setzt. Das ist eine Beleidigung von Millionen von Opfern, Überlebenden und deren Familien. Er sollte sich entschuldigen und zurücktreten.“
Auch Formel-1-Mogul Bernie Ecclestone zeigt sich über die Behauptungen um Mosley geschockt.
Dennoch sieht Ecclestone FIA-Chef Mosley nicht beschädigt: „Ich kenne ihn schon sehr lange. Wenn mir jemand dies ohne Beweis erzählt hätte, ich hätte schwer daran glauben können.
Angenommen, es ist alles wahr – was die Leute privat machen, ist ihre Sache. Ich glaube ehrlich nicht, dass es den Sport in irgendeiner Weise beeinflusst. Es könnte auch alles ein Scherz gewesen sein.“
Szenen von der Sex-Party In Ketten: Der grauhaarige alte Mann lässt sich von einer Hure fesseln. Ketten schneiden ins FleischFoto: Bulls News international 1/14
Alles nur ein übler Scherz?
Das Video zeigt den perversen Beginn der Orgie: Der grauhaarige Mann wird an Kopf und Genitalien nach Läusen untersucht. So wie es vielen Juden in den KZs erging.
Der Mann auf dem Video lässt sich in weißer Feinripp-Unterwäsche fesseln und mit Peitsche und Rohrstock schlagen – bis er blutet.
Die Hure, die nur Jacke, Hemd und Stiefel trägt, fragt: „Wie alt bist du?“
Er: „Ich bin 42.“
Sie: „Du wirst bestraft. Zwölf Schläge! Und noch mal drei, weil du mir nicht dein richtiges Alter gesagt hast.“
Er wimmert: „Danke, Mistress.“
Im Nebenraum werden seine blutenden Wunden versorgt. Dann foltert der Mann (wieder mit Hemd und Hose bekleidet) eine geknebelte Brünette, brüllt:
„Sie braucht noch mehr Strafe!“ Er schlägt ihr mit einer Leder-Peitsche auf den nackten Po. Zählt auf Deutsch: „Eins! Zwei! Drei! Vier! Fünf! Sechs!“ Während die Frau vor Schmerzen stöhnt, ist der Mann sichtlich erregt.
Anschließend hat er Sex mit seinem Opfer. Eine wilde Orgie beginnt. Mit Sex-Spielzeugen und lesbischem Sex, dem der Mann keuchend und mit hochrotem Gesicht zuguckt.
Am Ende trinken die Frauen zusammen Wein. Der Mann, der Mosley sein soll, nippt an einer Tasse Tee. Um 17.05 Uhr zieht er seinen Mantel an und geht.
Ist Formel-1-Boss Mosley ein Nazi?
Sein Vater Sir Oswald († 03.12.1980) war mit Hitler befreundet. Der Gründer der Faschisten-Partei Großbritanniens heiratete sogar im Haus von Joseph Goebbels.
Formel-1-Boss Mosley
Sein Vater verehrte Hitler
Max Mosley wurde 1940 geboren. Sein Vater Sir Oswald gründete 1932 die faschistische Partei Englands. Adolf Hitler war auf seiner Hochzeit. Das Sex-Video sorgt für Aufregung auf der ganzen Welt.
Ein Mitarbeiter von „News of the World“ zu BILD: „An der Geschichte gibt’s keinen Zweifel. Das Video ist in unserem Besitz. Das ist eindeutig Max Mosley.“
Ein Fia-Sprecher gab gestern bekannt: „Kein Kommentar von uns! Das ist Sache von Mr. Mosley und News of the World.“ In der Formel-1-Szene wollte gestern niemand das Skandal-Video kommentieren.
Noch vor kurzem hatte Mosley Maßnahmen gegen Rassismus in der Formel 1 angekündigt, nachdem Vize-Weltmeister Lewis Hamilton beschimpft worden war – jetzt soll er selbst im Mittelpunkt eines abartigen Nazi-Sex-Skandals stehen.
copyright © 2004 www.leinenlos.org Donnerstag, 04.Dezember 2008